KI. Nützliche Innovation oder Science-Fiction-artige Zukunftsvision?
Auch wenn die öffentliche Debatte noch zwischen Begeisterung und Besorgnis schwankt, sieht die Realität für Marketing-, Vertriebs- und RevOps-Teams pragmatischer aus: KI ist bereits heute ein wirksamer Hebel für bessere Performance.
Richtig eingesetzt, trägt sie insbesondere dazu bei,
Bei Cognism wird KI nicht als Spielerei betrachtet, sondern als Instrument zur Beschleunigung unserer Go-to-Market-Aktivitäten.
Dieser Artikel zeigt Schritt für Schritt und transparent, wie wir KI in unsere Marketing-, Vertriebs- und RevOps-Teams integrieren. Mit einem klaren Ziel: effizienter, schneller und relevanter zu agieren.
Die Einführung von KI darf sich nicht auf vereinzelte Initiativen beschränken. Sie muss gesteuert, messbar gemacht und aktiv gefördert werden.
Um dies zu erreichen, setzen wir bei Cognism auf ein klares, Unternehmensweites OKR:
„Die Nutzung von KI im gesamten Unternehmen durch reproduzierbare Workflows operationalisieren.“
Liam Bartholomew, VP Marketing bei Cognism, erklärt:
„Ich bin überzeugt, dass KI ein fester Bestandteil der Zukunft des B2B-Marketings sein wird. Mein Ziel ist es, zur ersten Welle von Marketing-Führungsteams zu gehören, die KI konkret in ihre Prozesse integrieren.“
„Indem ich einen Teil meiner eigenen Performance an ein KI-bezogenes OKR knüpfe, sende ich ein klares Signal: Dieses Thema hat Priorität. Es signalisiert meinem Team auch, dass ich den Einsatz von KI nicht als bequemen Shortcut betrachte, sondern vielmehr als Möglichkeit, Prozesse zu beschleunigen und zu experimentieren.“
Über die OKRs hinaus hat Cognism ein internes Anreizprogramm eingeführt.
Aber wie setzen wir KI bei Cognism bisher konkret ein? Lesen Sie weiter, um mehr darüber zu erfahren!
KI hat unzählige Anwendungsmöglichkeiten, und mit der Entwicklung neuer Tools und Technologien kommen täglich weitere hinzu. Hier sind einige Anwendungsbeispiele im Marketing, für die wir KI bei Cognism einsetzen.
Statt klassischer, volumengetriebener SEO-Methoden verfolgt das Marketingteam einen business-orientierten KI-Ansatz, um Keywords zu identifizieren, die echte Kaufintention widerspiegeln.
Aus diesem Trial-and-Error-Prozess ging ein klarer Favorit hervor, den das Team weiter getestet hat: Claude.
Daisy Shevlin, SEO Managerin, erläutert den konkreten Workflow:
„Die relevantesten Keyword-Vorschläge übernehme ich direkt in Ahrefs und führe daraufhin unsere klassische Keyword-Recherche durch.“
„Auf dieser Basis habe ich die ursprüngliche Liste von 40 Vorschlägen auf 10 Keywords reduziert. Pro Quartal wählen wir daraus anschließend eine Handvoll Keywords aus, die wir gezielt veröffentlichen.“
Ein weiteres erwähnenswertes Tool im Bereich SEO ist Frase. Wir haben es nicht nur ausgiebig getestet, sondern mittlerweile fest in unseren SEO-Content-Prozess integriert, um:
Wie das Ganze funktioniert?
Sie geben Ihr Ziel-Keyword in Frase ein. Entweder, indem Sie den Content direkt in Frase verfassen oder bestehenden Text aus einem anderen Dokument einfügen. Das Tool übernimmt anschließend zwei zentrale Aufgaben:
Konkret zeigt Ihnen das Tool beispielsweise:
Zwar lässt sich Frase auch zur Erstellung von KI-generierten Texten nutzen, wir bevorzugen jedoch, das Schreiben im internen Team zu belassen, da die Qualität von KI-generierten Inhalten schnell sehr generisch werden kann.
Unser Fokus liegt klar auf redaktioneller Qualität. Und dabei ersetzt bei Cognism KI keine menschliche Expertise. Dennoch ermöglicht uns Frase, Content-Optimierungen deutlich schneller umzusetzen, mit spürbar weniger manueller Recherche.
Wie bereits erwähnt, gibt es zahlreiche Anwendungsfälle für KI im Content-Bereich. SEO ist dabei längst nicht der einzige Bereich, in dem KI sinnvoll eingesetzt wird.
Auch unser Demand Generation Content Team experimentiert aktiv mit verschiedenen KI-Tools, unter anderem für:
Dafür verwenden wir folgende Tools: ChatGPT, DeepSeek, Restream, Opus, APEX.
Auch im B2B-Vertrieb kann KI Teams unterstützen, darf aber menschliche Interaktion nicht ersetzen.
Da Sales stark von Beziehung, Vertrauen und emotionaler Intelligenz lebt, kann ein übermäßiger KI-Einsatz kontraproduktiv wirken, etwa durch offensichtlich KI-generierte E-Mails oder Cold Calls.
Statt Automatisierung um jeden Preis setzt Cognism auf gezielte, getestete KI-Anwendungsfälle, die Sales-Teams unterstützen, ohne dabei an Authentizität zu verlieren.
Das Sales-Team nutzt Hyperbound als KI-basierten Sales Coach im Onboarding.
Vertriebsmitarbeiter können realistische Cold-Call-Szenarien üben, ohne direkt mit echten potenziellen Kunden zu sprechen.
Der KI-Agent simuliert realistische Gesprächspartner und gibt direkt Feedback. Ein klarer Mehrwert besonders im SDR-Onboarding.
Unsere Vertriebsmitarbeiter haben den Vorteil, dass sie mit unserem eigenen Produkt arbeiten können. Cognism stellt ihnen KI-gestützte personalisierte Dashboards zur Verfügung. So können sie ihre Outreach-Strategien effektiv anpassen.
Durch den Zugriff auf hochwertige, verifizierte und DSGVO-konforme Daten kann sich unser Vertriebsteam darauf konzentrieren, zum optimalen Zeitpunkt mit den richtigen Entscheidungsträgern in Kontakt zu treten.
Cognism liefert Echtzeit-Insights wie Intent-Signale, technografische Daten und aktuelle Neuigkeiten zu Zielunternehmen. Diese Informationen ermöglichen es unseren Vertriebsmitarbeitern, schnell zu agieren und ihre Verkaufsgespräche auf die spezifischen Bedürfnisse und Interessen der potenziellen Kunden zuzuschneiden.
Durch die Automatisierung der Datenerfassung und -analyse reduziert Cognism den Zeitaufwand der Vertriebsmitarbeiter für manuelle Recherchen. So haben sie mehr Zeit für wertvolle Gespräche mit potenziellen Kunden und können damit die Wahrscheinlichkeit eines Geschäftsabschlusses erhöhen.
Außerdem ermöglicht der Zugriff auf telefonisch verifizierte Mobilnummern über Cognism höhere Connect Rates. Unser Sales Team erreicht bei ihren Cold Calls so deutlich mehr Entscheider direkt. So berichten Unternehmen wie UserEvidence von einer 8 % höheren Connect Rate, nachdem sie Cognism eingeführt haben.
Für Sales-Teams ist es entscheidend zu wissen, wie sie sich im Wettbewerbsumfeld positionieren – etwa bei Integrationen oder Produktabgrenzung. Diese Informationen ändern sich häufig und sind in Verkaufsgesprächen nicht immer präsent.
Deshalb haben wir Crayon global in Slack integriert. Darüber können unsere Vertriebsmitarbeiter Fragen zu Wettbewerben in Echtzeit stellen und erhalten sofort relevante Antworten.„Bei einem schnell wachsenden Sales-Team muss Competitive Intelligence extrem leicht konsumierbar sein – idealerweise in wenigen Minuten. Crayon erfüllt genau diesen Anspruch.“
Das Ergebnis: Das Sales Team nutzt Wettbewerbsinformationen konsequent und gewinnt so mehr Neukunden im direkten Vergleich.
Custom GPTs spielen eine zentrale Rolle dabei, wie Cognism Vertrieb skaliert. Ein speziell entwickelter Sales-Enablement-GPT fungiert als intelligenter Assistent für Account Executives direkt im Arbeitsalltag.
Es unterstützt bei Recherche, Gesprächsvorbereitung, CRM-Pflege, Deal-Bewertung und personalisiertem Outreach. Relevante Informationen, individuelle E-Mails und saubere CRM-Daten stehen sofort zur Verfügung.
Das Ergebnis: schnellere Pipeline-Generierung, kürzere Response-Zeiten, bessere Deal-Progression und deutlich höhere Sales-Produktivität.
Durch weniger Administration und mehr strategischen Fokus setzt Cognism damit einen neuen Standard für KI-gestützte B2B-Sales-Automatisierung.
Gong ist bei uns im Vertrieb unverzichtbar. Die integrierten KI-Funktionen erleichtern den Arbeitsalltag unserer Sales-Teams erheblich.
Gongs KI greift auf alle aufgezeichneten Verkaufsgespräche zu. Wenn Sie zum Beispiel wissen möchten, ob in einem Call mit einem bestimmten Account jemals über Budgets gesprochen wurde, fragt die KI die vorhandenen Daten ab und liefert sofort eine Antwort.
Zudem nutzen wir Gong zur automatischen Zusammenfassung von Sales Calls. Entweder zur Weitergabe an Kunden oder als strukturierte Dokumentation des Deal-Fortschritts.
Darüber hinaus unterstützt die KI bei der E-Mail-Kommunikation, indem sie Pain Points und relevante Gesprächsinhalte aus den Calls aufgreift.
Die RevOps-Rolle implementiert häufig neue Technologien für andere Teams oder löst individuelle Problemstellungen. Dadurch gibt es weniger standardisierte, wiederholbare Prozesse, die sich direkt durch KI automatisieren lassen.
Dennoch gibt es konkrete Hebel, bei denen KI unterstützt.
Historisch war Reporting bei Cognism stark manuell geprägt und überwiegend in Salesforce umgesetzt. Für verschiedene Bereiche wie AEs, SDRs und Customer Success wurden zahlreiche Dashboards gepflegt (mit den bekannten Limitierungen des Systems).
Mit zunehmender Skalierung stieg der Bedarf an effizienteren Reporting-Strukturen. Daher wurde Tableau eingeführt und ein Großteil des übergreifenden Business-Reportings migriert.
Vor Tableau floss viel Zeit in die Erstellung von Reports und monatlichen RevOps-Decks für das Management-Team. Meist manuell in PowerPoint aufbereitet, inklusive Screenshots aus Salesforce.
Durch Tableau konnte dieser Aufwand deutlich reduziert werden, da Reports und Präsentationen nun automatisiert erstellt werden.
Moderne GTM-Organisationen setzen nicht nur auf Daten, sondern auf konsequente Umsetzung im richtigen Moment. KI-Agenten heben Go-to-Market auf die nächste Stufe: Sie erkennen relevante Signale und lösen automatisch die passenden Aktionen aus.
Im B2B-Vertrieb können sie Kaufabsichten erkennen, relevante Accounts priorisieren und automatisiert passende Maßnahmen auslösen, sodass keine Verkaufschancen ungenutzt bleiben.
Das Ergebnis:
Ein dynamischer GTM-Engine, der sich kontinuierlich an Marktveränderungen anpasst – und jederzeit die richtigen Daten zur richtigen Zeit bereitstellt.
KI entwickelt sich rasant – und mit ihr ihre Einsatzmöglichkeiten. Bei Cognism verstehen wir KI als kontinuierliches Transformationsprojekt, das konsequent auf Performance und operative Klarheit ausgerichtet ist
Entscheidend ist dabei nicht die Anzahl der eingesetzten Tools, sondern: